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Schmerztherapie

Das Ebenenmodell in der Schmerztherapie nach Hockenholz.

www.gemeso.de, Akademie Hockenholz

Das Ebenenmodell zeigt die einzelnen Stufen in der strukturierten Untersuchung und Behandlung von Schmerzpatienten. Es lassen sich mit Sicherheit noch weitere Ebenen definieren. Zum Beispiel die molekulare Ebene, die cranio-sacrale Ebenen oder die Aura des Menschen. Je nach Ausbildung des Therapeuten kann das Modell beliebig erweitert werden. Im Einzellfall kann dieses auch sinnvoll sein. Für eine strukturierte Untersuchung und Behandlung eines Schmerzpatienten reichen diese Ebenen aber in den meisten Fällen aus. Alle Ebenen müssen in die Untersuchung mit einbezogen werden, um anschließend alle den Schmerz auslösenden Faktoren behandeln zu können. Wenn dies nicht zum Erfolg führt, können noch weitere Ebenen hinzugezogen werden. Erst sollte man aber noch einmal ganz genau überlegen, ob alle auslösenden Faktoren nach diesem System untersucht worden sind, oder ob eventuell auch ein Fehler in der ärztlichen Differentialdiagnostik möglich sein kann. Dies hätte vor der therapeutischen Behandlung immer eine erneute ärztliche Untersuchung zur Folge.
Die Untersuchung wird dem Schema nach von oben nach unten durchgeführt, bis man die auslösenden Faktoren gefunden hat. Eine Untersuchung der energetischen Ebene ist jederzeit möglich, da es sich bei dieser Form der Untersuchungs-/ und Behandlungstechniken um ein komplett eigenständiges System handelt. Die psychoemotionale Ebene kann auch auf allen Ebenen wirken und sollte immer mit berücksichtigt werden.
Häufig findet man auf mehreren Ebenen Dysfunktionen/Läsionen. Hier sollte wenn möglich klar in primäre (auslösende) Dysfunktion/Läsion und sekundäre (folgende) Dysfunktion/Läsion unterschieden werden. Es können auch mehrere Ursache-Folge-Ketten unabhängig voneinander auftreten. Die Behandlung einer sekundären Dysfunktion führt meistens nur zu kurzer Schmerzlinderung, da sie sich durch die noch bestehende primäre Dysfunktion schnell wieder neu ausbilden würde. Dies wäre dann nur eine symptomatische Behandlung. Diese kann im Einzellfall aber auch sehr sinnvoll sein, zum Beispiel dann wenn die primäre Ursache nicht behandelt werden kann. So kann dann zumindest eine Linderung der Symptome auf Zeit erfolgen. Bei degenerativen Erkrankungen (z.B. Arthrose) können physio- bzw. ergotherapeutisch nur die sekundären Dysfunktionen behandelt werden.

Je länger ein Problem vorliegt, desto mehr Ebenen werden betroffen sein. Ziel sollte – wenn möglich – zuerst die ursächliche Behandlung in der ursächlichen Ebene sein.

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